Der Salzburger Dom im Herzen der Stadt

die Kathedrale der römisch-katholischen Erzdiözese Salzburg

Der Dom von Salzburg, oder auch Salzburger Dom genannt, prägt das Stadtbild mit seiner mächtigen Kuppel und den zwei Türmen. Das Herzstück Salzburgs überrascht mit vielen spannenden Details. Zu den Kostbarkeiten des Doms zählen unter anderem das bronzene Taufbecken und die prachtvolle Hauptorgel.

Außenansicht des Salzburger Doms
Dom zu Salzburg CC0 Pixabay

Der Salzburger Dom – die bedeutenste Kirche der Mozartstadt

Der Dom ist mit seinem sakralen Bauwerk die bedeutendste Kirche der Mozartstadt. Die Geschichte des Doms ist eng verknüpft mit jener der Salzburger Herrscher und des geistlichen Fürstentums. Der erste Bau wurde 767 unter Bischof Virgit errichtet. 1167 baute Erzbischof Konrad III den Dom nach einem Brand noch prächtiger. Ein weiterer Brand im Jahr 1598 zerstörte große Teile des Doms. Beim Wiederaufbau gab sich Erzbischof Wolf Dietrich nicht besonders große Mühe.

Erst sein Nachfolger Markus Sittikus hat das Bauvorhaben beendet. Dieser gab dem Baumeister Santino Solari den Auftrag die erste frühbarocke Kirche nördlich der Alpen zu errichten. Der Baumeister beeinflusste die Architektur in ganz Österreich und Süddeutschland. 1628 wurde der neu gebaute Dom durch Erzbischof Paris Lodron geweiht. Während des Zweiten Weltkriegs wurde die Kuppel und Teile des Altarraums durch eine Fliegerbombe beschädigt. Im Jahr darauf wurde die Kathedrale, die 900 Sitzplätze umfasst, in alter Pracht geweiht.

Im Jahr 2009 feierte man „50 Jahre Wiedereröffnung des Salzburger Domes“. In diesem Jubiläumsjahr konnten weitere Sanierungsarbeiten abgeschlossen werden und die sogenannte Konradinische Krypta erschlossen und eröffnet werden.

Im Dom gibt es vieles zu entdecken

Der Dom, welcher sich in der linksufrigen Altstadt von Salzburg unterhalb der Festung Hohensalzburg befindet, ist durch die Dombögen im Norden mit der alten Residenz und im Süden mit der Benediktiner-Erzabtei St. Peter verbunden. Die Besichtigung des Doms stellt ein einzigartiges Erlebnis dar.

360-Grad Innenansicht der Kathedrale:

Gleich zu Beginn beeindruckt die prächtige Hauptfassade aus Untersberger Marmor die Besucher. Auf dem Giebelaufsatz befinden sich zwei Wappenschilde, die auf die beiden Erbauer des Doms, Markus Sittikus und Paris Lodron, hinweisen. Im Inneren der Kirche sind das bronzene Taufbecken, die Krypta oder die Truhe mit den Reliquien der Heiligen Rupert und Virgil zu bestaunen.

Aufregende Geschichten stecken auch hinter den sieben Glocken und den drei Eingangstüren. In dem Taufbecken wurden unter anderem Wolfgang Amadeus Mozart und Joseph Mohr, der Texter des Liedes „Stille Nacht, Heilige Nacht“, getauft. Auch die prachtvolle Hauptorgel muss bestaunt werden. Die Orgel verfügt über insgesamt fünf selbständige Orgelinstrumente, welche das Klangerlebnis zu etwas ganz Besonderem machen.

Der Platz vor dem Dom mit der Mariensäule bildet das Atrium. Dieses ist jedes Jahr Kulisse für den „Jedermann“ der Salzburger Festspiele sowie für den Christkindlmarkt.

Führungen durch den Dom

Kostenlose Führungen durch das mächtige Bauwerk sind in der Advent- und Festspielzeit kostenlos zu fixen Terminen. Auf Anfrage sind Führungen auch ganzjährig möglich.

Unersetzbare Schätze im Domgrabungsmuseum

Unter dem Dom- und Residenzplatz befindet sich das Domgrabungsmuseum. Das Museum gewährt ihren Besuchern Einblicke in römische Zeiten. Ein Herzstück des Museums sind die archäologischen Grabungsfunde einer römischen Villa. Besonders interessant sind zudem die mittelalterlichen Fundamente und das aufgehende Mauerwerk der Westtürme des spätromanischen Doms.

Der Salzburger Dom präsentiert sich mächtig und ist täglich von vielen Menschen umgeben. Die Mauern haben schon vieles gesehen und erlebt im Laufe der Jahrzehnte und Jahrhunderte. Die Geschichte des Doms reicht bis ins Mittelalter zurück. Bereits unter dem Heiligen Virgil wurde das erste Bauwerk im Jahr 774 errichtet. Von diesem ist heute allerdings nichts mehr vorhanden, aber wer die Treppe hinunter steigt erfährt im Domgrabungsmuseum noch vieles mehr.

Grabungsfunde von römischen Zeiten

Die ältesten Grabungsfunde gehen zurück bis zum späten zweiten und frühen dritten Jahrhundert. Die Funde sind Teile einer römischen Villa. Diese Villa wurde damals auf einem noch älteren Haus errichtet. Weite Teile des Wohnbereiches sowie des Innenhofes sind bis heute noch gut erhalten. Von besonders guter Qualität sind beispielsweise die Mosaikfußböden.

In den Räumen des Museums können die Besucher die mittelalterlichen Fundamente des Mauerwerks der Westtürme des spätromanischen Doms bestaunen. Unter diesem wurden die Reste des sogenannten Hartwigdoms freigelegt, welcher vor 1020 erbaut wurde. Zudem gibt es Teile des Süd- und des Nordturms zu bewundern. Ein Schacht, welcher freigelegt wurde, diente zu Zeiten der Renaissance wahrscheinlich als Käsekeller. Während man beeindruckt die Mauern passiert, fühlt man sich in frühere Zeiten zurückversetzt und man kann sich vorstellen, wie Menschen vor mehreren hunderten Jahren gewohnt und gearbeitet haben.

Das Domgrabungsmuseum im Zentrum der Stadt öffnet in den Monaten Juli und August täglich von 9 bis 17 Uhr. Außerhalb dieser Zeiten öffnet dieses auf Anfrage.

Anreise und Lage des Domgebäudes

Adresse: Domplatz 1a, 5020 Salzburg
Karte:

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