Residenzplatz und -brunnen im Zentrum der Stadt

Zwischen den fürsterzbischöflichen Residenzen im Herzen der Altstadt Salzburg liegt der Residenzplatz. Der repräsentative und prunkvolle Platz im Zentrum grenzt an die Neue Residenz, den Dom, die Alte Residenz und an eine geschlossene Fassade Bürgerhäuser. In der Mitte des Platzes steht der aus dem 17. Jahrhundert stammende künstlerisch gestaltete Residenzbrunnen.

 

Die Entstehungsgeschichte

Der Residenzplatz befindet sich an dem Platz eines ehemaligen Friedhofs. Entstanden ist der Platz unter der Herrschaft des Fürsterzbischofs Wolf Dietrich von Raitenau. Für die Entstehung des Platzes mussten 55 mittelalterliche Gebäude weichen. Der Platz wurde nach den manieristischen Idealplänen des Italieners Vincenzo Scamozzi konzipiert.

Der Residenzplatz war ursprünglich durch einen gegliederten Belag aus Salzachkieselsteinen gestaltet. Diese Salzachkieselsteine sind unter einer wenige Jahrzehnte alten Sandsicht zu einem großen Teil noch erhalten. Nachdem umfangreiche Grabungen zur Erforschung der Stadtgeschichte und ihrer römischen Vorgängerstadt abgeschlossen waren, sollte ein neuer, gut begehbarer, aber historisch authentischer Belag verlegt werden. Um das beste Konzept für den Belag zu finden, wurde im Jahr 2007 ein internationaler Wettbewerb veranstaltet. Diesen gewann Max Rieder in der Projektgemeinschaft „knittels.büro“.

Das Siegerprojekt baut auf dem Konzept von Vincenzo Scamozzi auf. Nach umfangreichen Musterflächen und der Erprobung eines „Kunstkonglomerates“ wurden die Planungen 2009 vorerst nicht mehr fortgesetzt. Auch eine Lichtskulptur, die Teil des Konzepts war und ein Mahnmal zur Bücherbrennung der Nationalsozialisten darstellen sollte, wurde nicht gebaut.

Sieben Jahre später präsentierte man das Siegerprojekt zur Neugestaltung des historischen Platzes. Von März 2017 bis Juli 2018 sollen die Bauarbeiten andauern, bevor der Residenzplatz in neuem Glanz erstrahlen kann. Auch ein Mahnmal, welches an die Bücherverbrennung erinnern soll, ist in Planung.

Veranstaltungen am Residenzplatz

Der Residenzplatz ist das ganze Jahr über ein Ort, wo große Sport- oder Musikveranstaltungen stattfinden. So findet man im September den Rupertikirtag und in der Vorweihnachtszeit den Christkindlmarkt auf dem berühmten Platz. Fans des Films „The Sound of Music“ werden den Platz ebenfalls wiedererkennen, da in einer Filmszene Maria mit den Kindern in einer Kutsche singend am Residenzbrunnen vorbeifährt.

Residenzbrunnen

Zu einen der bedeutendsten Barockdenkmäler in Europa zählt der Residenzbrunnen. Fürsterzbischof Guidobald Thun beauftragte im 17. Jahrhundert den Bau des Brunnen. Sofort zu erkennen sind vier Meeres- oder Wasserrösser, die aus einem Felsberg hervorzupreschen scheinen. Weiters sieht man Männer, welche auf einem Felsen stehen und eine flache Wasserschale tragen. In der Wasserschale befinden sich drei Delfine, die wiederum ein muschelartig gewelltes Wasserbecken halten.

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