Kapuzinerkloster Salzburg am Kapuzinerberg

nördlich der Salzach, d.h. gegenüber der Festung Hohensalzburg gelegen

Das Kapuzinerkloster Salzburg ist vom Stadtbild Salzburgs nicht mehr wegzudenken. Das Kloster mit einer Geschichte, die lange vor Christus zurückreicht, ist auf jeden Fall einen Besuch wert.

Kapuzinerkloster – CC0 Hans / Pixabay

Entstehung und Geschichte des Kapuzinerklosters

Das Kapuzinerkloster blickt auf eine lange Geschichte zurück. Am damaligen „Imberg“ befanden sich am Ostabfall gegen den Stadtteil Gnigl bereits während der Jüngeren Steinzeit Wohnplätze. Etwa 1.000 vor Christus sind ebenfalls zwei Wohnstellen oberhalb des Kapuzinerklosters bekannt. Im Mittelalter stand an der Stelle des heutigen Klosters ein Wehrturm. Als 1594 Fürsterzbischof Wolf Dietrich Raitenau die Kapuziner nach Salzburg brachte, beschloss er den wehrhaften Bau namens „Trompeterschlößchen“ zu einem Kloster mit Kirche umzuwandeln und den Kapuzinerorden an diesem Ort anzusiedeln.
Die Kapuziner verbrachten lange Zeit ein ruhiges Leben. In den Jahren 1939 bis 1945 wurden die Menschen allerdings vom Kloster verbannt. Der Plan war die Errichtung eines neuen Festspielhauses, einer Gauhalle sowie eines Stadions. Die Pläne wurden jedoch nie umgesetzt.

Bau und Stil des Kapuzinerkloster Salzburg

Das Kloster ist entsprechend den Ordensvorschriften der Kapuziner ein einfacher Bau, aber trotzdem präsentiert sich das Gebäude mit der vorgelagerten Bastion, dem aufragenden Kreuz und dem Wald im Hintergrund imposant und anmutig sowie von weitem sichtbar. Ein Kunstwerk von Rang bildet das innere Portal, dessen Eichentür wahrscheinlich aus dem alten Salzburger Dom stammt. Im Inneren ist die Klosterkirche schlicht gestaltet.

Ausgehend von der Felixpforte umfasst die Kapuzinerbergmauer das Kloster und so entsteht der Eindruck einer doppelten Mauer. Die Mauer zieht sich entlang des westlichen, südlichen und östlichen Bergabsturzes. Am nördlichen Punkt der Mauer liegt das „Franziski-Schlößl“, welches von Fürsterzbischof Paris Lodron erbaut wurde. Das sogenannte „Paschinger-Schlößl“ am Kapuzinerberg war Anfang des 20. Jahrhunderts der Wohnsitz des berühmten Schriftstellers Stefan Zweig. Im Jahr 1988 wohnte Papst Johannes Paul II. während seines Salzburgbesuchs im Kapuzinerkloster.

Das Kapuzinerkloster steht unter Denkmalschutz und gehört zum UNESCO-Welterbe.

Besichtigung

Das Kloster ist von Montag bis Samstag von 6 bis 18 Uhr (im Sommer bis 20 Uhr) sowie sonntags von 8 bis 18 Uhr (im Sommer bis 20 Uhr) geöffnet. Keine Besichtigungsmöglichkeit besteht während eines Gottesdienstes.

Anreise und Lage des Klosters

Adresse: Kapuzinerberg 6, 5020 Salzburg
Öffentliche Erreichbarkeit: zu Fuß in 5 Minuten über die Imbergstiege von der Steingasse/Giselakai ausgehend
Karte:

Weitere Informationen über den Ordern der Kapuziner

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