Hüttentouren – Wandern in den Bergen

Tipps für die Vorbereitung und während der Tour

Zu einer Tour in den Bergen gehört auch eine gute Planung, denn mehrtägige Hüttentouren müssen anders geplant sein als ein kurzer Tagesausflug. Die Natur lässt sich am besten mit einem freien Kopf genießen. Daher besser vorher schon für eine gute Ausrüstung, Orientierung und Transportmittel sorgen und für alle möglichen Wetterverhältnisse gerüstet sein.

Hütte auf dem Berg
Dachstein CC0 Pixabay

Planung – vor der Tour

Die Zeit der Hüttentouren beginnt ab Ende Juni, denn vorher liegt meist noch viel Schnee bzw. haben die Hütten nicht geöffnet.

Gepäck / Rucksack: optimalerweise ein 40 bis 45-Liter Rucksack und maximal acht bis zehn Kilo Gesamtgewicht.

Checkliste Gepäck bei Hüttentouren:

  • bequeme Wanderschuhe
  • Haube und Handschuhe
  • wärmende Fleecejacke
  • Unterwäsche und mehrere paar Socken
  • Funktionsshirts
  • eine zusätzliche Wanderhose als Reserve
  • Hüttenschlafsack
  • persönliche Medikamente und Erste-Hilfe-Set
  • Ohrstöpsel
  • Stirnlampe
  • Sonnenschutz und Regenschutz
  • Smartphone / Handy, Powerbar und Ladegerät
  • etwas Bargeld
  • Müllsackerl, damit der Abfall mitgenommen werden kann
  • Trinkflasche
  • Karte / GPS-Gerät

Tourenvorbereitung: gutes Kartenmaterial, am besten im Maßstab 1: 25.000 und am besten sich schon vorab mit der Topographie vertraut machen. Auf der Karte, aber auch Online z.B. Google Maps gibt es gute Möglichkeiten sich einen Überblick zu verschaffen.

Vorab ist es wichtig zu wissen:

  • Wo befinden sich die langen Passagen und gibt es eventuell Einkehrmöglichkeiten?
  • Prüfung der Strecken betreffend der täglich zu überwindenden Höhenmeter und Kilometer.
  • Gibt es schwere Passagen oder Klettersteige?
  • Prüfung der Fitness bei Mitgehern und Gruppen, denn die schwächere Person bestimmt das Tempo der anderen Teilnehmer und dies muss in der Gehzeit mitberechnet werden!
  • Gibt es die Möglichkeit bei schlechtem Wetter Unterschlupf zu bekommen oder Notfalls auch einen Notabstieg ins Tal?
  • Kontaktmöglichkeiten bei Krisensituationen?

unterwegs – während der Hüttentouren

Vor dem Start sollte auf jeden Fall die aktuelle Wetterlage und die Vorhersage für die kommenden Tage überprüft werden. Durch die sicheren Vorhersagen kann man sich schon frühzeitig auf eventuelle Wetterumstellungen vorbereiten. Die aktuelle Wetterlage sollte aber auch während der Trekking-Tour überprüft werden. Eine frühzeitige Erkennung von herannahenden Gewittern kann Leben retten!

Orientierungstipps: Schlechte Sicht kann den gesamten Gehplan beeinträchtigen. Daher bei Nebel/Schneefall einfach später starten oder auch mal einen Tag pausieren und auf der Hütte verweilen. Die Kontrolle der Landmarken bzw. Wegkontrollen sollten laufend durchgeführt werden. Nur so kann man sicher sein, ob man im Zeitplan ist oder zügig eine Neuplanung durchführen sollte.

Tempo: ein ruhiges gleichmäßiges Tempo ist die kraftsparendste Art sich fortzubewegen. Bei schneller laufähnlicher Bewegung tritt relativ rasch eine Ermüdung bzw. Erschöpfung ein. Achtung bei drückenden Schuhen – rasch pausieren und eventuelle Vorkehrungen treffen.

Tipp betreffend der Versorgung: Je nach Tourenlänge mindestens 1,5 Liter Wasser mitnehmen. Als Ergänzung zu den Brotzeiten eignen sich Nüsse und Energieriegel für eine optimale Versorgung. Anfänger sollten auch Magnesium-Tabletten mitnehmen, um Muskelkater vorzubeugen.

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