Falknerei in Österreich und Flugshow

Von der adelige Kunstform zum Naturschutzprojekt

Die Falknerei, immaterielles Kulturerbe Österreichs, galt lange Zeit als ganz besonders edles „Hobby“ unter mittelalterlichen Herrschern. Gegen Ende des 18. Jahrhunderts war das Beizen jedoch schon nahezu ausgestorben, da Schusswaffen der Jagd mit dem Vogel immer mehr Konkurrenz machten. Erst mit zunehmendem Interesse für Naturschutz wird die Falknerei heutzutage wieder öfter betrieben. In Österreich sind vor allem alte Adelssitze besonders geeignet, um die Greifvögel auf einer Flugshow zu bewundern.

Falknerei CC0 Pixabay

Ursprung und Blütezeit

Ursprünglich stammt die Falknerei aus Asien, wo sie vor allem von den Mongolen und den Arabern praktiziert wurde, um die Jagd zu unterstützen. In Europa erreichte die Falknerei ihre Blüte erst im Hochmittelalter. Herrscher tauschten sich mit arabischen Falknern aus und sahen das Abrichten von Greifvögeln zunehmend als Statussymbol: die Falknerei galt als Vorübung für Menschenführung, da sie sowohl Willensstärke als auch Fürsorge bedurfte. So stammen viele der heutigen Sitze für Falknerei in Österreich auch noch aus dieser Zeit und das Wissen hat trotz des Rückgangs in der Jagd mehrere Jahrhunderte lang überlebt.

Falknerei in Österreich und Flugvorführungen

In Österreich gilt Josef Hiebeler als Experte in Sachen Falknerei. Er verbrachte mehrere Jahre in Kirgistan und Kasachstan, wo er das Abrichten von Greifvögeln lernte und reist auch heute noch um die Welt, um das Fachwissen rund um die Falknerei zu bereichern und zu verbreiten. Besonders erlebbar wird die Falknerei beispielsweise auf dem Schloss Rosenburg. Dort gibt es nicht nur regelmäßige Vorführungen, sondern auch ein Falknereimuseum, welches dem Besucher einen Querschnitt durch die Geschichte der Falknerei gibt.

Auch das Schloss Waldreichs verfügt über ein Falknerei- und Greifvogelzentrum, in dem neben Falken auch Steinadler und Eulen gezüchtet werden. In beiden Besucherzentren sind neben herkömmlichen Vorführungen auf Anfrage auch solche zu Pferde möglich, bei denen eine Jagd simuliert wird.

Weiters gibt es auch in der Hagenbachklamm in der Nähe von Wien eine Greifvogelstation.

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