Austria – Österreich – Latein oder Urgermanisch?

Über die Herkunft des Landes und seiner Sprache

„Austria“ ist in der Tat der latinisierte Name für Österreich. Ursprünglich bezeichnete er nur Niederösterreich und passte sich im Laufe der Zeit die Grenzen der Habsburgermonarchie an. Zum ersten Mal wurde diese Bezeichnung in der Urkunde des Königs Konrad III. entdeckt, der diese im Jahre 1147 auf Latein verfasste. Das darin beschriebene Gebiet wird entsprechend „Austria“ genannt. Tatsächlich aber scheint das Wort an sich nicht Latein zu sein. Im Urgermanischen bedeutete das Wort „austar“ soviel wie „östlich“ und bezeichnet daher das Reich im Osten. Diese Bezeichnung ist ähnlich zur isländischen Mythologie, in der der Zwerg des Ostens als „Austri“ bezeichnet wird.

Austria Österreich – Ursprünge und Herkünfte

Der Ursprung des Wortes „Österreich“

Österreich wurde lange Zeit als „Ostarrichi“ bezeichnet. Diese Nennung ist sogar älter als ihre lateinische Variante, da bereits 996 in einer Urkunde diese Bezeichnung gewählt wurde, um eine Schenkung des heutigen Gebiets von Niederösterreich zu beschreiben. Eigenständig wurde dieses Gebiet aber erst 1156, als es vom Herzogtum Baiern abgetrennt und als Mark Österreich selbst zum Herzogtum erhoben wurde.  Der Name „Ostarrichi“ war wohl schon früher in Verwendung und bedeutete vor der konkreten Namensgebung allgemein einen östlich gelegenen Herrschaftsbereich – Ostreich. Da die Bezeichnung aber 996 das erste Mal mit dem heutigen Gebiet Österreichs in Verbindung gebracht wurde, feiert man seitdem dieses als Geburtsjahr des Namens „Österreich“.

Gibt es eine österreichische Sprache?

Die offizielle Staatssprache des Landes Österreich ist Deutsch. So haben etwa 98 % aller österreichischen Staatsbürger Deutsch als ihre Muttersprache. Das bedeutet aber nicht, dass das österreichische Deutsch dasselbe ist wie Bundesdeutsch. Das österreichische Wörterbuch beschreibt die Landessprache mit vielen Besonderheiten in der Aussprache, im Wortschatz und in der Grammatik. Österreichisches Deutsch gilt also als Standartvarietät des Deutschen. Zudem gibt es in Österreich viele verschiedenen Dialekte, die durchs Bairische geprägt sind, jedoch viele Eigenheiten haben. Auch die Wiener Mundart hat einen sehr eigenen Ton. Die tägliche Umgangssprache ist also sehr anders als das allgemeine Hochdeutsch.

Geschützte Minderheitssprachen sind die Sprachen von anderen kulturellen Minderheiten, die in Österreich leben. So gibt es zum Beispiel Burgenlandkroaten, Burgenlandungarn, Kärntner Slowenen und Roma.

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